Theosophischen Gesellschaft in Deutschland e.V.

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Literaturempfehlungen
Das Rätsel des Lebens und das Geheimnis des Todes
 
Autor: Erhard Bäzner
ISBN: 978-3894272845

Gesetze des Universums 1/7 - Das Gesetz des Ausgleichs

Autor: H.P.Blavatsky u.a.
 

Gesetze des Universums - Das Gesetz des Ausgleichs 1 von 7

 

Quelle:

H. P. Blavatsky: „Schlüssel zur Theosophie“

s.a. H.P.Blavatsky, GL I, S. 700ff, GL II, S. 317 ff.

 

Die Menschheit ist ihres Glückes Schmied!

Jeder weiß es, fast jeder kennt es: Nichts ist erbaulicher und beruhigender als ein Leben in dauerhafter Harmonie. Wer in Dissonanz mit sich, seinen Mitmenschen oder der Natur lebt, wird immer mit Widerständen aller Art zu kämpfen haben; die Folge davon sind Stress, Ärger und irgendwann auch einmal Krankheiten.

 

Unser Kosmos ist ein von Gesetzen gesteuertes wohlgeordnetes Ganzes. Wie anders wäre es möglich, eine regelmäßig gezogene Bahn der Planeten unseres Sonnensystems beobachten zu können; oder die sich wiederholenden Jahreszeiten; oder die Kreisläufe von Werden - Vergehen - Werden in der Natur.

 

Gerät etwas in Unordnung oder aus dem Gleichgewicht, gibt es eine Tendenz, Ordnung und Gleichgewicht wieder herzustellen. Es kann eine veränderte Ordnung zur vorherigen entstehen - aber es wird Ordnung sein.

 

Diese Tendenz zum Gleichgewicht wird in der Theosophie als das Gesetz des Ausgleichs beschrieben. Alles Tun und Handeln ist Bewegung, wodurch Ungleichgewichte entstehen, die wieder zu einem Ausgleich streben. Nicht-ethisches Verhalten von Menschen wirkt besonders disharmonierend.

 

Was für die materielle naturwissenschaftlich zu erforschende Welt gilt, hat ebenso seine Gültigkeit für die geistig-mentale-seelische Welt. Alles Tun ist Bewegung. Es werden Wirkungen hervorgebracht, die ihre Ursachen haben. Es entstehen Reaktionen - Aktionen - Reaktionen und so fort unter dem Gesetz des Ausgleichs. All dies zusammen wird auch mit dem Sanskrit-Ausdruck „Karma“ bezeichnet. (R.C.F.)

 

H.P. Blavatsky wird gefragt: „Was ist Karma?“

Ihre Antwort:

„Wir definieren Karma als das Gesetz der Wiederherstellung, welsches immer versucht, ein gestörtes Gleichgewicht in der physischen und eine gestörte Harmonie in der moralischen Welt wiederherzustellen. Wir sagen nicht, dass Karma immer in dieser oder jener besonderen Art wirkt, sondern dass es immer so wirkt, dass die Harmonie wiederhergestellt und das Gleichgewicht, vermöge dessen das Universum existiert, gewahrt wird.“

Karma - „betrachten wir als das grundlegende Gesetz des Universums, als Ursprung und Quelle aller anderen Gesetze, die in der Natur existieren. Karma ist das unfehlbare Gesetz, welches auf der physischen, mentalen und spirituellen Ebene des Seins die Wirkungen den Ursachen anpasst. Von der größten bis zur geringsten Ursache, von einer kosmischen Störung bis zu einer Bewegung unserer Hand bleibt nichts ohne eine gebührende Wirkung, Gleiches ruft wieder Gleiches hervor. Karma ist daher jenes unsichtbare und unerkennbare Gesetz, welches weise, verständig und gerecht jede Wirkung ihrer Ursache anpasst, wobei sie diese auf ihren Erzeuger zurückführt. Wenn es auch selbst unerkennbar ist, so kann doch seine Wirkung wahrgenommen werden.“

„Theosophen … sagen, dass „gut“ und „Harmonie“ und ebenso „böse“ und „Disharmonie“ Synonyme sind. Außerdem sind wir der Auffassung, dass alle Schmerzen und Leiden Ergebnisse fehlender Harmonie sind, und dass der schreckliche einzige Grund der Störung der Harmonie die Selbstsucht in der einen oder anderen Form ist. Darum gibt Karma jedem Menschen die tatsächlichen Folgen seiner eigenen Handlungen zurück, ohne Rücksicht auf ihren moralischen Charakter. Aber, da er das ihm Gebührende für alles erhält, ist es offensichtlich, dass er ebenso, wie er für alle Leiden, die er verursacht hat, sühnen muss, auch die Früchte allen Glücks und aller Harmonie ernten wird, die zur erzeugen er geholfen hat.“

 

Karma -Die Leuchte Asiens von Edwin Arnold   

Karma - das gesamte Werk der Seele,

Alles was sie tat und dachte,

Jenes Ich, das sie gewebt,

Am Lebenswebstuhl, wo als Einschlag dient

Der Zeit Unendlichkeit, die unsichtbar

Sich mit den Taten als der Kette kreuzt.
 

Vor allem Anfang , ohne End‘, gewiss

Wie Sicherheit, und ewig wie die Welt,

Gibt’s eine Macht, die stets zum Guten treibt,

Nur ihre Satzung hält.
 

Verachtet ist’s von keinem; denn wer es

Bekämpft, verliert; und wer ihm dient, gewinnt;

Verborgne Guttat lohnt’s mit Ruh und Glück,

Mit Qual verborgne Sünd‘.
 

Es sieht allüberall und merket wohl;

Tu‘ recht, und es belohnt; tu‘ Unrecht , - dann

Musst du die Schuld bezahlen, ob auch lang‘

Der Dharma zögern kann.
 

Nicht Zorn, noch Gnade kennt‘s; es misst sein Maß,

Untrüglich, fehlerlos ist seine Wag‘;

Zeit gilt ihm nichts; es richtet morgen wohl,

Vielleicht nach manchem Tag.
 

Dies das Gesetz; es wirkt Gerechtigkeit,

Niemand entgeht ihm, keiner hemmt’s zuletzt;

Sein Urgrund ist die Liebe, und sein Ziel

Fried‘ und Vollendung: Ihm gehorchet jetzt!
 
veröffentlicht am Mo. 30.01.2012