„Werde, der du bist!" - Durch Nacht zum Licht
Ein biographischer Versuch über Kindheit und Jugend
Erhard Bäzners (Schluss)
Reiner Ullrich
Letztes Lehrjahr und Abschlußprüfung "
In einer kunstgerecht gebauten Fuge führt der Komponist sein Thema mehrmals durch alle Stimmen - eine Stimme intoniert das Thema, die anderen „begleiten" „punctus contra punctum" in je eigener Melodie. Je mehr Stimmen mitwirken, desto länger wird dabei jede „Durchführung", denn der Thema-Einsatz jeder einzelnen Stimme folgt erst, wenn die vorige Stimme das Thema ganz gespielt hat. In der letzten „Durchführung" jedoch zeigt der Komponist den Gipfel seines Könnens in der „Engführung" der Stimmen: sie beginnen das Thema, bevor die anderen es zu Ende musiziert haben, und alles stimmt zusammen!
So ähnlich muß Erhard Bäzner die Zeit seines letzten Goldschmied-Lehrjahres empfunden haben; alles schien auf eine Entscheidung, eine Lösung hinzudrängen, aber wodurch und wie sie kommen würde, war ihm verborgen. Seine besonderen Erlebnisse - von welchen er niemandem mehr erzählte - überstürzten sich: sie folgten schneller aufeinander und sie nahmen an Eindringlichkeit und Bedeutsamkeit zu. Zwei von ihnen, die er mir mitgeteilt hat, seien hier wiedergegeben:
Pflanzengestalten als Ideengeber
Neue Ideen für seine Entwürfe in der Werkstatt brauchte er nicht immer in Paris oder sonstwo in der Ferne zu suchen, er fand sie fast vor der Haustür, im Pforzheimer Stadtteil Dillweißenstein, wo rechts des Nagold-Flusses auf kalkhaltigem Gestein eine artenreichere Pflanzenwelt gedeiht als auf dem Buntsandstein der anderen, der Schwarzwald-Seite. Um von Brötzingen dorthin zu gelangen, muss man zuerst die Enz und anschließend den Höhenrücken überqueren, auf dessen nordöstlichen Ende der (heute nicht mehr benützte) Wasserturm steht. Vor hundert Jahren war dieser Höhenrücken noch fast unbebaut. Man konnte natürlich auch mit dem Calwer Zug von Brötzingen unter dem Höhenrücken, der „Rotplatte", durch nach Dillstein fahren -den Haltepunkt gibt es heute nicht mehr; aber der Zeitgewinn von weniger als einer Stunde wog für den Goldschmiedlehrling Erhard Bäzner den Fahrpreis bei weitem nicht auf.
Doch eine kurze Bahnfahrt
An einem schwülen Sommernachmittag saß Erhard Bäzner wieder einmal oberhalb der Nagold und zeichnete Blätter und Blüten ab. Fernes Donnergrollen ließ es ihm geraten erscheinen, seine Mappe zusammenzupacken und sich auf den Heimweg zu machen. Er überquerte die Nagold, und während er an ihrem linken Ufer flussaufwärts ging, hörte er hinter sich seinen Namen rufen. Er drehte sich um und sah - nichts. Er ging weiter, aber nach wenigen Schritten wiederholte sich das Rufen, wieder von unbekannter Herkunft. Gleichzeitig kam ihm in den Sinn, es sei gerade noch Zeit zum Zuge. Der sofort dagegenstehende vernünftige Einwand, die nicht einmal zwei Kilometer durch den Brötzinger Tunnel und über die Enzbrücke bis zum nächsten Bahnhof zu fahren sei doch wirklich hinausgeschmissenes Geld, verfing nicht. Das Gefühl, er solle mit dem Zug fahren, wurde übermächtig: er lenkte seine Schritte an der nahen Weggabel nicht rechts hinauf zur Rotplatte, sondern nach links zum Dillsteiner Haltepunkt. Dort nach kurzem Anstieg angekommen, fragte er den Schrankenwärter (der auch die Fahrkarten verkaufte), ob es da bald einen Zug nach Pforzheim gebe. „Der ist gleich da. Wollen Sie ein Billet?" Erhard Bäzner kaufte es, stieg ein und war keine zehn Minuten später zu Hause. Sein Onkel, der ihn um diese Zeit noch nicht erwartet hatte, fragte ihn dieserhalben, und als er von der Eisenbahnfahrt hörte, ließ er sich - gewiß nicht zum ersten Mal - vernehmen: „Du bist wohl verrückt!" Erhard trollte sich in seine Dachkammer.
Am nächsten Morgen saß der Onkel am Frühstückstisch, hatte die Zeitung aufgeschlagen und zeigte dem eintretenden Neffen eine fettgedruckte Überschrift: „Da, guck mal!" Das Blatt meldete ein Verbrechen, das am Tage vorher auf dem Wege zwischen Dillstein und Brötzingen geschehen war: Mord! Man rechnete zurück zum angegebenen Zeitpunkt - Erhard Bäzner wäre wahrscheinlich Zeuge dieser Tat geworden und als solcher gleich ein zweites Opfer. Kommentar des Onkels: „Es ist etwas dran bei dir ... aber du bist doch verrückt!"
Nicht lange danach, als er wieder zum Zeichnen in den Wald gehen wollte und gerade seine Mappe vorbereitete, kam eine große, weiß gekleidete Gestalt durch die - geschlossene! - Tür seiner Kammer, schaute ihn ernst an und sagte: „Heute nicht dorthin gehen!" Erhard Bäzner, von den sich häufenden Erlebnissen solcher Art beunruhigt, reagierte unwillig: „Ach was! Schon wieder so eine ...!" Die Gestalt blieb ruhig, wiederholte ihre Mahnung und - verschwand. Wieder sei Erhard Bäzner vor einer ernsten Gefahr bewahrt worden - Näheres habe ich darüber nicht erfahren. (Ich habe in dergleichen Dingen nie um nähere Auskünfte gebeten, denn ich wusste, dass ich auch gerade deshalb ein gern gesehener Gast bei Bäzners war.)
Die Tante in Nürnberg
Mitten hinein in die Fragen, die durch die Erlebnisse immer drängender wurden, kam aus Nürnberg ein Brief. Die Tante schrieb von einem Vortrag eines Schriftstellers, den sie kürzlich gehört hatte: „Was dieser Mann sagte, erinnerte mich sehr an das, was ich von Dir über Deine Erlebnisse weiß. Sollte der Herr Jaskowski einmal nach Pforzheim kommen, versäume ja nicht, ihn Dir anzuhören!"
Tatsächlich sah man bald nachher in Pforzheim Plakate: „Öffentlicher Vortrag: ,Der Tod - und was dann?' Redner: Friedrich Jaskowski, Leipzig" -Lokal und Zeitpunkt habe ich (noch) nicht ermitteln können.
Erhard Bäzner, immer noch ein wenig Bub vom Lande, versuchte, seine Mitlehrlinge zu überreden, mit ihm gemeinsam diesen Vortrag anzuhören „Ich zahl' es euch!" Es war fast ganz vergebens, nur einer begleitete ihn schließlich.
Als der Tag dieses Vortrags endlich gekommen war, nahm sich Erhard Bäzner schon am frühen Nachmittag Urlaub, pilgerte hinaus nach Brötzingen, zog sich sein Sonntagsgewand an und - begegnete im Weggehen dem Nachmittagsbriefträger. Halb im Scherz fragte er ihn: „Haben Sie etwas für Bäzner?" Er hatte tatsächlich etwas: eine Postkarte von der Tante aus Nürnberg: „ ... Bei einem weiteren Vortrag hatte ich Gelegenheit, mit Herrn Jaskowski zu sprechen, und ich habe ihm über Deinen Fall berichtet. Wenn er jetzt nach Pforzheim kommt, hör Dir seinen Vortrag an und rede nachher mit ihm. Bestelle ihm auch einen Gruß von mir."
„Wenn dieser Vortragsredner nicht verrückt ist..."
„Bewaffnet" mit dieser Postkarte saß Erhard Bäzner schließlich im Vortragssaal und - wunderte sich. Er wunderte sich nicht so sehr über das, was der noch ziemlich junge Redner sagte, sondern darüber, dass das Gesagte so auffallend mit dem übereinstimmte, was er sich selbst zusammenzureimen versucht hatte. „Aber der Mann da vorn am Pult kann doch nicht verrückt sein! Er muss doch mindestens so normal sein, dass er einen Vortrag halten kann. Aber: wenn der nicht verrückt ist und dabei so denkt wie ich, dann bin ich doch wohl ... auch nicht verrückt?!"
Der Vortrag ging zu Ende, und sein aufmerksamster Zuhörer reihte sich bei denen ein, die mit Herrn Jaskowski noch persönlich sprechen wollten. Als er endlich drankam und begann, von seinen Wahrnehmungen und Erlebnissen zu berichten, fiel ihm Jaskowski ins Wort: „Es tut mir leid, dass ich Sie enttäuschen muss. Was ich hier vorgetragen habe, kenne ich selber leider nur aus Büchern. Aber Sie sagten mir doch auch, dass Sie krank seien. Ich kann Ihnen die Adresse eines Arztes geben, der Ihnen gewiss helfen wird." Die Adresse war: Dr. med. Franz Hartmann, Algund bei Meran in Tirol.
Ein langer Brief, eine kurze Antwort und was darauf folgte.
Kaum in seine Dachkammer zurückgekehrt begann Erhard Bäzner einen Brief an den ihm unbekannten Arzt, der Blatt um Blatt anschwoll. Nach angemessener Zeit kam Anwort - ein kurzes Schreiben: „Haben Sie Dank für Ihren langen Brief und vor allem das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen. Leider kann ich Ihnen nicht in der Ausführlichkeit antworten, die eigentlich geboten wäre. Aber ich hoffe, wir können uns bald persönlich kennenlernen, wenn ich nächstens zu einem Vortrag nach Stuttgart komme."
Je näher der Tag von Hartmanns Vortrag in Stuttgart heranrückte, desto mehr stieg Erhard Bäzners Spannung. Im Geschäft erbat und bekam er für seine Reise drei Tage Urlaub, denn er reiste wie üblich zu Fuß - von Pforzheim nach Stuttgart sind es reichlich fünfzig Kilometer. Als Urlaubsgrund hatte er einen Arztbesuch angegeben, aber es sei nicht angenehm gewesen, dabei zu bemerken, was sich die Leute dachten: „Hoffentlich behält er ihn gleich bei sich und steckt ihn dorthin, wo er hingehört (nämlich in die Irrenanstalt)!"
Noch nicht viele Leute waren in dem Stuttgarter Vortragssaal, als Erhard Bäzner eintrat und Platz nahm. Nach einer kurzen Weile ging vorn unweit des Rednerpultes eine Tür auf, ein älterer Herr kam in den Saal, geradenwegs auf Erhard Bäzner zu und sprach ihn an: „Sie sind der junge Mann, der mir geschrieben hat. Kommen Sie nachher zu mir ins Künstlerzimmer!"
Kein Wort hat mir Erhard Bäzner über den Inhalt dieses Vortrags gesagt, nicht einmal dessen Titel hat er erwähnt. Sollte der Vortrag so unbedeutend gewesen sein? Wahrscheinlicher ist, dass der junge Zuhörer aus Pforzheim so gespannt war auf das Gepräch mit dem ihm empfohlenen Arzt, dass dessen Ausführungen einfach an ihm vorüberrauschten, ohne eine Spur in seinem Gedächtnis hinterlassen zu können. Desto tiefer prägte sich ein, was er in den Stunden danach mit Dr. Hartmann besprach - Stunden, denn was im Künstlerzimmer begann, wurde fortgesetzt auf dem Wege zu dem Hotel, in dem Hartmann logierte, und war auch bei der Ankunft dort noch längst nicht erschöpfend besprochen: um halb drei Uhr nachts trennte man sich für ein paar kurze Stunden.
„Sie sind doch nicht krank!"
Verständlich, dass mir von diesem langen Gespräch nur kurze Bruchstücke zu Ohren kamen. Erhard Bäzner wusste (besonders in seinen späten Jahren, als er mir zum väterlichen Freunde wurde) seine Worte sehr vorsichtig zu dosieren, um seine Gesprächspartner nicht zu überfordern. Hier also die wenigen Fragmente:
Auf dem Wege zum Hotel fragte Hartmann: „Sie haben mir doch geschrieben, Sie sähen so Verschiedenes, was andere Leute nicht sehen. Was sehen Sie zum Beispiel bei dem Herrn dort drüben?" Erhard Bäzner beschrieb, was ihm auffiel. „Und dort bei dem Liebespaar? ... Bei dem Herrn mit dem Hund? ..." Hartmann schien nicht im mindesten verwundert über das, was Erhard Bäzner ihm mitteilte; er reagierte vielmehr so, als sei das, was er zu hören bekam, das Allerselbstverständlichste.
Im Hotelzimmer: „Sagen Sie mal: träumen Sie auch?" - „Ja." - „Was träumen Sie denn?" - „Immer wieder träume ich, dass ich weit, sehr weit weggehe, bis übers Meer. Dort komme ich zu großen steinernen Häusern, in die gehe ich hinein ..."
„Was sind denn das für Häuser?" - „Das kann ich schlecht beschreiben. Sie sind jedenfalls ganz anders als die Häuser hier." - „Was sehen Sie dann in diesen Häusern?" - „Das kann ich noch weniger beschreiben." - „Aber vielleicht können Sie es aufzeichnen?" Bleistift und Papier waren schnell bei der Hand, und Hartmann schaute dem 49 Jahre Jüngeren über die Schulter; schließlich sagte er: „Das sind ja Hieroglyphen! — Und was machen Sie dort in diesen Häusern?" - „Dort treffe ich Männer, mit denen spreche ich, etwa so, wie ich hier mit Ihnen spreche."
Als Hartmann einmal kurz das Zimmer verließ und der junge Gast noch immer auf die ärztliche Untersuchung wartete, um derentwillen er ja eigentlich nach Stuttgart gekommen war, kam ihm die Idee, sich vorsichtshalber schon mal auszuziehen. Hartmann, im Hereinkommen, wunderte sich über den halb Entkleideten. „Herr Doktor, untersuchen Sie mich nicht?" - „Ach was! Sie sind doch nicht krank! Was Sie haben, ist eine ganz seltene und ganz besondere Gabe - aber krank sind Sie nicht."
Lebensgefahr im Löwenkäfig - oder gäbe es schlimmere Gefahren?
Um neun Uhr hatte man sich wieder treffen wollen; um halb neun ging Erhard Bäzner bereits vor Hartmanns Zimmer auf und ab. Da öffnete sich dessen Tür: „Komm doch herein!" - Sie duzten sich also inzwischen; das wollte kurz nach 1900 einiges bedeuten, vor allem in Anbetracht des großen Altersunterschieds!
Die beiden gingen miteinander in Stuttgart spazieren. Plakate machten auf einen Zirkus und dessen Tierschau aufmerksam. Hartmann steuerte unvermerkt in diese Richtung. „Du hast mir doch erzählt, dass Du in Deinen Hosentaschen nicht nur Frösche und Kröten heimgeschleppt hast, sondern auch Kreuzottern. Und die haben Dir wirklich nie etwas getan?" - „Nein, wieso auch?"
Inzwischen waren Sie in der Tierschau angekommen. Hartmann ließ nicht locker: „Da könntest Du doch z. B. auch in den Käfig eines Löwen einsteigen?" - „Warum nicht!"
Was Hartmann dem Tierwärter erzählt haben mag, um nicht zu sagen „vorgelogen", ist mir nicht überliefert. Jedenfalls bekam Erhard Bäzner die Erlaubnis zum Einsteigen, und zwar nicht ohne genaue Verhaltensregeln: „1. nur einen Schritt im Käfig auf den Löwen zu tun. 2. das Tier immer fest im Auge behalten. 3. beim Herausgehen nicht umdrehen, sondern den Käfig rückwärtsgehend verlassen!" - An Eindringlichkeit beim Erteilen dieser Regeln dürfte es der Wärter nicht haben fehlen lassen - Erhard Bäzner hielt sich nicht an sie. Er ging, als ihm aufgeschlossen war, nicht einen Schritt in den Käfig hinein, sondern drei. Der Löwe blieb ruhig sitzen, schaute den fremden Menschen an und rührte sich auch nicht, als Erhard Bäzner sich zum Hinausgehen umwendete. Der Tierwärter war außer sich und schickte nach dem Manegendirektor. Der wollte das natürlich auch sehen; die Verhaltensregeln wurden nochmals eingeschärft - und Erhard Bäzner missachtete sie noch gründlicher als beim ersten Mal: er ging nicht nur einen Schritt, auch nicht nur drei Schritte auf den Löwen zu, sondern bis zu ihm hin, stellte sich neben ihn, legte ihm seinen Arm um den Hals und kraulte ihn an dessen Vorderseite - der Löwe schnurrte, ähnlich dem Schnurren eines großen Katers. Als Erhard Bäzner nach einiger Zeit den Käfig wieder verließ - wieder, ohne das Tier im Auge zu behalten, wieder nicht rückwärts gehend - war der Zirkusdirektor außer sich: „Was fordern Sie? Ich engagiere Sie auf der Stelle; das gibt eine neue Nummer!"
Auf der anderen Seite redete Hartmann auf ihn ein: „Schlag doch ein! Das ist für Dich die große Gelegenheit - da kannst Du die ganze Welt sehen! Schlag doch ein!" Der Zirkusdirektor „zog": „Ich engagiere Sie auf der Stelle; was fordern Sie?" Hartmann „schob" - vergebens. Bäzner ging auf das doppelte Drängen nicht ein; zu Hartmann sagte er: „Ich will doch nur wissen, was mit mir los ist."
Mit diesem „Gesellenstück" endet der biographische Versuch über Erhard Bäzners Kindheit und Jugend. Der Leser möge sich selber einen Reim darauf machen, wozu Hartmann einen so hohen Einsatz wagte. Dass der frisch aus Afrika importierte Löwe hätte aus der Rolle fallen können, dürfte Hartmann unwahrscheinlich vorgekommen sein. Aber wie würde der Goldschmiedlehrling, dem sich plötzlich eine „glänzende Zukunft" bot, reagieren? Der, der binnen weniger Stunden Herr geworden war über die ihn bedrängenden Erlebnisse, der Kräfte beherrschen gelernt hatte, deren Knecht er gestern noch gewesen war, den man in Pforzheim dann „nicht wiedererkannte", weil er nicht mehr als verschüchterter, unsicherer Mensch erschien, sondern ruhig und gelassen, „normal", selbstbewusst reagierte: „Kunststück!" kommentierte mein väterlicher Freund ein halbes Jahrhundert nachher diesen jähen Wandel, „vorher hatte mich das Zeug am Wickel, nachher war es umgekehrt!"
Seinen von ihm hoch verehrten Lehrer Franz Hartmann sah Erhard Bäzner
noch etliche Male wieder; er blieb ihm in Dankbarkeit und Treue verbunden
- auch über Hartmanns verhältnismäßig frühen Tod (1912) hinaus, und er
betrachtete es als seine Aufgabe, das Werk seines Lehrers weiterzuführen.
Hartmann seinerseits konnte sicher sein, dass sein junger Freund das ihm
Anvertraute niemals missbrauchen werde.
(Eine kurze Würdigung von Erhard Bäzners weiterem Leben und
Wirken folgt als Nachtrag zu obigem biographischen Versuch.)
Autor: Reiner Ullrich
