Theosophischen Gesellschaft in Deutschland e.V.

Theosophischen Gesellschaft in Deutschland e.V.

SCHRIFTGRAD
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Literaturempfehlungen
Selbstverwirklichung und die Suche nach dem wahren Glück. Die ewigen Gesetze des geistigen Pfades
 
Autor: I. K. Taimni
ISBN: 3-89427-328-3

Was ist Theosophie?

Das Wort Theosophie ist griechischen Ursprungs und bedeutet göttliche Weisheit. Es weist hin auf eine Dimension zeitloser Wahrheit, die jenseits aller Veränderungen durch die Jahrtausende die Menschheit gleich einem mehr oder weniger verborgenen Strom begleitet hat

Sie ist in den spirituellen Traditionen des Ostens und Westens erkennbar, ist der Quellgrund aller großen Religionen, in denen verschiedene Facetten dieser Wahrheit aufleuchten, die aber in ihrer wahren Natur jenseits aller rationalen Begrifflichkeit liegt. Sie ist eine spirituelle Wirklichkeit, in der jeder Mensch in seinem tiefsten Inneren wurzelt - das zu erkennen und dem Ausdruck zu geben in allen Schichten seines Seins seiner letztendlichen Bestimmung - dem Erfahrungs- und den Wachstumsprozeß vieler Inkarnationen - entspricht.

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Theosophie 
ist das Ziel eines Bemühens um mehr Mitmenschlichkeit, tiefere Einsicht und verantwortungsbewußteres Handeln.

Solches Bemühen unterscheidet theosophisch Strebede nicht von anderen Menschen guten Willens, denn auf den Wegen, die zur Theosophie führen, sollen alle Menschen – einerlei, welcher Nationalität oder Hautfarbe, welcher Religion oder schulischen Vorbildung, welchen Geschlechtes oder Berufes – einander immer näherkommen. Die Hoffnung, daß aus diesem Näherkommen einst ein geschwisterliches Verhältnis aller Menschen zueinander entstehen möge, mag aus heutiger Sicht noch utopisch erscheinen, doch ist sie etwa unvernünftig? Was hätten wir von bleibenden Gegensätzen zu erhoffen?

Ein Fortschreiten zu solch einem Ziel läßt sich nicht erzwingen; es kann nur aus Einsicht zum Bedürfnis werden. Diese Einsicht im Reifen zu unterstützen ist gewiß nötig, und dazu dient das Kennenlernen und Bedenken der wesentlichen Fragen unseres Daseins – nach dessen Woher und Wohin, Warum und Wozu. Dabei fördert die Begegnung mit anderen Formen des Forschens und Fragens die Bereitschaft zur Toleranz, das Studium verschiedener philosophischer Denkweisen weitet den Blick und schärft ihn, und man lernt dabei Überlegungen kennen, die selbst das scheinbar Sinnlose und Sinnwidrige in einen verständliche(re)n Zusammenhang bringen
 
So wertvoll selbst bloß theoretisches Kenntnisnehmen sein kann – wirklich fruchtbar wird Wissen nur durch Verankerung in tieferen Seelenschichten, die sich dem Menschen in der Meditation, in rechter Versenkung erschließen. Von dort aus eröffnet sich der Ausblick auf das Ziel – ein Ausblick, der mehr ist als Kenntnis aus Büchern oder vom Hörensagen. Begriffe unserer Sprache, und seien sie noch so durchdacht, können dieses Ziel nicht fassen: sie können es nur andeuten:
Das Ziel ist das Erkennen des Göttlichen Urgrundes – nicht eines Gottes, der angeblich über den Wolken thront, sondern dessen, der des Menschen (und alles Lebendigen) innerster Wesenskern ist.
 
So fern das Ziel scheinen mag – es hat immer Menschen gegeben, die sich dadurch nicht entmutigen ließen, ein paar Schritte auf dem Wege zu wagen. Wer sich für Theosophie interessiert, folgt ihnen nach. Menschen, die sich in theosophischen Vereinigungen zusammenfinden, wollen einander in ihrem Bemühen helfen, sie wollen aber auch – ohne sich aufzudrängen! – andere an dem teilhaben lassen, was sie im Innersten bewegt, und auch damit einen bescheidenen Beitrag leisten zur Vertiefung der Einsicht, zur Toleranz, zum Wachstum der Bruderschaft aller Menschen, aller lebenden Wesen.